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Bundesländerübergreifende Jugendleiterausbildung hat begonnen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Ute Teichgräber   
Montag, 8. Februar 2010
– Die Ju-Jutsu-Jugend Sachsen-Anhalt unternimmt einen wichtigen Schritt hin zur Entstehung einer engeren mitteldeutschen Zusammenarbeit –

Am Wochenende vom 05. bis 07.02.2010 trafen sich 13 Jugendliche und Erwachsene in Zeitz. Sie hatten das Ziel, die erste Etappe ihrer Jugendleiterausbildung zu absolvieren. Die Teilnehmer kamen aus Bernburg, Zeitz (Sachsen-Anhalt), Leinefelde (Thüringen) und Hennigsdorf (Brandenburg) und waren somit überregional gemischt.
Der Freitagabend stand ganz im Zeichen des ersten Kennenlernens und der organisatorischen Einführung in die Ausbildung, die sich über fünf Wochenenden in diesem und im nächsten Jahr erstrecken wird. Da das Miteinander im Gi eine gewohnte Situation darstellt, wurde mit kleinen Kennenlernspielen auf der Matte begonnen.
Das Erlernen der anderen Namen war dabei noch eine der leichteren Aufgaben. Gesteigert wurde dies durch ein Spiel, bei dem alle Teilnehmer auf der schmalen Seite einer umgedrehten Bank standen und sich dann nach Name, Alter und Größe umsortieren mussten, ohne die Bank zu verlassen. Dabei entstand ein erstes Gruppengefühl, indem das Team die Aufgabe nur durch Kommunikation und Miteinander lösen konnte.


Nach weiteren Partnervorstellungen wurde in einer moderierten Diskussion über die Vereinbarkeit von Alltag und Ehrenamt sowie über den jeweils persönlichen Antrieb zur ehrenamtlichen Arbeit gesprochen.

Am Samstagvormittag gab Silvio Klawonn (Präsident des JJV ST) einen einführenden Abriss in die Sportgeschichte von der Antike bis heute und erläuterte den Aufbau und die Funktionsweise von Spitzenverbänden wie DOSB und DJJV.


Danach stand mit „Sucht, Suchtgefahren und Prävention“ ein erstes sensibles Thema für die angehenden Jugendleiter auf dem Plan. Sven Wolter (Anti-Doping-Beauftragter des JJV ST) berichtete über seine Arbeit als Polizeibeamter im Bereich Drogenfahndung und über den Zusammenhang von Suchtfrüherkennung und -prävention durch den Sport. Nach diesen Theoriestunden kamen die Teilnehmer beim Thema „Erwärmung und Gymnastik“ ordentlich ins Schwitzen.
Beim Vortrag über „Gruppenpädagogik“ konnte dann ein wenig entspannt werden, bevor sich die Gruppe im Praxisteil dazu durch verschiedene Levels spielte, in denen sie als Team gemeinsam verschiedene Geschicklichkeits- und Koordinationsaufgaben sowie Vertrauensübungen zu erledigen hatte.


Zum Abschluss wurde noch der Einsatz von Hilfsmitteln im Training geübt. Dabei wurden etwa Badelatschen, Bälle, Gürtel, Pratzen und Stöcke auf vielfältige Weise zum Trainieren von Reaktion, Bewegungsformen und Fallschule eingesetzt. Beim gemütlichen Miteinander am Abend probierten sich die Teilnehmer an verschiedenen Denkaufgaben, die sie meist nur zusammen lösen konnten.

Am Sonntagvormittag erläuterte Hanns Schneider (Vize-Präsident Jugend des JJV ST) die Differenzierung von kleinen und großen Spielen, wobei anschließend natürlich zahlreiche kleine Spiele auf der Matte ausprobiert wurden, die allen Teilnehmern sichtlich viel Spaß bereiteten. Abschließend wurde noch die Rolle des Jugendleiters thematisiert und im Gespräch wurden Eigenschaften zusammengetragen, die ein Jugendleiter haben bzw. nicht haben sollte.
Somit geht ein erstes Ausbildungswochenende mit vielen neuen Eindrücken, Kontakten und Wissen zu Ende. Die Fortsetzung folgt Ende April in Zeitz.


Ute Teichgräber
Jugenddirektorin im JJV ST
 
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