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Ju-Jutsu-Fighting 14. Turnier „Pokal des Präsidenten“ in Zeitz/Sachsen-Anhalt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Andreas Lietz   
Montag, 1. März 2010
Noch nie zuvor war der 1. Ju-Jutsu-Verein Bernau mit so vielen Aktiven zum Traditionsturnier in Zeitz gereist. In diesem Jahr musste ein Bus her, um die 42 jungen Sportlerinnen und Sportler nebst Trainern an den Ort des Geschehens zu bringen. Das Ziel war hoch gesteckt: Gewinn des Wanderpokals, den die Bernauer nach drei Jahren in Folge an die Ju-Jutsuka aus dem hessischen Hanau abgeben mussten.

Nach der Absage der Hamburg Open war Zeitz der erste große Wettkampf in der beginnenden Saison. Die Trainer Dirk Gläser, Nicola Willendorf, Achim Grunz und Sören Ernst hatten daher auf eine breite Beteiligung gesetzt, um ihre Schützlinge im Wettkampf zu testen. Mit mehr als 200 Teilnehmern waren die Organisatoren an der Kapazitätsgrenze.

16 Vereine waren angetreten und viele bekannte Gesichter der Ju-Jutsu-Familie aus vielen Bundesländern konnte man begrüßen.

Für die jüngsten in der Altersklasse U10  war die Kulisse, die vielen Menschen an den Matten und auf den Zuschauerrängen, doch sehr beeindruckend. Trotzdem zeigten Emma Alberta Ernst und Tom Becker welches Potential in ihnen steckt. Mit großem Mut und Siegeswillen gingen sie in Ihre Kämpfe und wurden mit Silber und Bronze belohnt.
Bei den Startern in der U12 sind Erfahrung und Wettkampfneulinge bunt gemischt. So konnten „alte“ Hasen wie Maurice Stendal und Fridolin Vach mit Gold überzeugen, aber auch Greenhorns wie Marvin Leesch, Tim Wilhelm und Jack Busch kletterten aufs Treppchen. Für viele Teilnehmer war das Starterfeld einfach zu stark. Gerade in die U12 gerutscht, sahen sie sich deutlich erfahreneren und älteren Gegnern gegenüber. Trotzdem sahen die Trainer viele Hoffnungsschimmer für die Zukunft.

Deutlich klarer sind die Karten in der U15 verteilt. Hier konnten die Bernauer die meisten Podiumsplätze erkämpfen und die in sie gesetzten Erwartungen überwiegend erfüllen. Überzeugend traten dabei Kenny Kuschel, Marc-Aurel Stendal und Hellen Gillert auf, auch wenn Trainer Nicola Willendorf hier noch mehr Konsequenz bei der Umsetzung von Chancen im Judobereich (Part 2) erwartete, eine bessere Vorbereitung und Ausführung von Atemikombinationen (Part 1) verlangte. Die Platzierten waren überwiegend auf einem guten Trainingsstand, so dass für die laufende Wettkampfsaison noch einiges zu erwarten ist, wenn alle weiter intensiv trainieren.

Die Ju-Jutsuka der U18 und U21 sind überwiegend Kaderathleten, die mehrfach in der Woche trainieren und im Wettkampf am härtesten geprüft werden. Kleine Fehler werden oft sofort vom Gegner bestraft und wer nicht hellwach auf die Tatami geht, hat kaum eine Chance auf den Sieg. Das Leistungsniveau war in diesem Jahr sehr hoch und alle Kämpfe mehr als sehenswert. Ein echter Test  vor allem für die Newcomer in der Altersklasse. Umso erfreulicher war das Abschneiden von Robert Westphal, der mit dem zweiten Platz sein Potential erneut unterstrich. Er muss insbesondere an seiner Flexibilität im Part 2 arbeiten, um die Gegner zu überraschen.

Mehr als nur ein Wermutstropfen an diesem ansonsten guten Tag war die böse Verletzung von Chris Schönau, dem WM-Dritten des letzten Jahres und einem der größten Hoffnungen und Talente von Trainer Dirk Gläser. Bei einem Wurf versuchte Chris den drohenden Ippon gegen sich abzuwenden und verletze sich dabei am rechten Armgelenk schwer. Das ganze Ausmaß der Verletzung werden die kommenden Untersuchungen zeigen.  Auf jeden Fall muss Chris seinen Start bei den Italien-Open nächstes Wochenende in Bologna absagen und hofft auf die Jugend-EM in Wien im Mai. Wir drücken ihm die Daumen und wünschen eine baldige Genesung.

Spannend wurde es am Ende nochmals, als der Präsident des Ju-Jutsu Verbandes Sachsen-Anhalt  den Sieger der Mannschaftswertung kürte. Doch alle Anstrengungen den Wanderpokal wieder nach Bernau zu holen scheiterten an den besseren Hanauern, die nun zum zweiten Mal in Folge die Heimreise mit Pott antreten. Die nächste Chance, diese Serie zu brechen wartet genau in einem Jahr auf den 1. Ju-Jutsu-Verein Bernau.


Andreas Lietz
 
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Kurzinfo

DJJV
Aktuelle Informationen zum Deutschen Ju-Jutsu Verband e.V. unter:
www.djjv.de

 

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